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Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V.

Startseite > Aktivitäten > Aktionen > Aktionskonferenz der Friedensbewegung 11.10.2020

Bericht in der Frankfurter Rundschau vom 12.10.2020 (Stadtausgabe):

Neues Bündnis für Abrüstung
„Frankfurter Appell“ der Friedensbewegung

Gut sechs Jahre ist es her, dass die deutsche Friedenbewegung zuletzt für größeres Aufsehen sorgte. Im Jahr 2014 gerieten Initiativen wie das „Netzwerk Friedenskooperative“ in die Kritik, weil sie sich nach Ansicht vieler Beobachterinnen und Beobachter bei den „Mahnwachen für den Frieden“ nicht ausreichend von rechten Gruppen distanzierten.

Jetzt hat das Netzwerk ein Bündnis geschmiedet, das wesentlich weniger Skepsis auslösen dürfte. Am Sonntag trafen sich die Friedensbewegten in Frankfurt mit Vertreterinnen und Vertretern von Gewerkschaften, Umweltverbänden und Aktiven der „Fridays for Future“, um gemeinsame Aktionen vorzubereiten, darunter einen Aktionstag für „Abrüstung und neue Entspannungspolitik“ am 5. Dezember.

Unter dem Titel „Abrüsten statt aufrüsten“ wurde ein Appell verabschiedet. „Auf- und Hochrüstung ist keine Antwort auf die großen Herausforderungen unserer Zeit“, heißt es darin. „Sie verschärft die Gefahr neuer Kriege und verschwendet wertvolle Ressourcen, die für eine friedliche Weltordnung dringend gebraucht werden – für den Klimaschutz, die Bekämpfung der Fluchtursachen, die Entwicklungszusammenarbeit und die Verwirklichung der Menschenrechte.“

Abgelehnt werden unter anderem Waffenexporte in Kriegs- und Krisenregionen und die Ausstattung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen. Notwendig seien ein atomwaffenfreies Deutschland und eine weltweite Ächtung autonomer Waffensysteme.

„Das Gebot der Stunde lautet: Investitionen in die soziale und ökologische Gestaltung der Transformation“, heißt es in dem Text, also „in Hochschulen, Schulen und Kitas, in den sozialen Wohnungsbau, in die öffentliche Infrastruktur, in mehr soziale Sicherheit und in den Klimaschutz und eine ökologische Kreislaufwirtschaft“.

Zum Arbeitsausschuss der Initiative „Abrüsten statt aufrüsten“ gehören neben mehreren Friedensgruppen Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbunds sowie der Gewerkschaften IG Metall und Verdi. Beteiligt sind auch die Welthungerhilfe, Greenpeace, die Naturfreunde, die Jugend des Umweltverbands BUND, „Fridays for Future“ und der Deutsche Kulturrat.

Die neue Initiative stellt sich ausdrücklich in die Tradition des „Krefelder Appells“ von 1980 gegen die Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen. „Für eine neue Entspannungspolitik in gesamteuropäischer Perspektive ist eine starke Zivilgesellschaft notwendig, nicht Spaltung und Ausgrenzung und schon gar nicht ein neuer Nationalismus“, heißt es in dem Appell. bel

 


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Folien und Fact Sheet für die Kampagne Abrüsten statt aufrüsten

Solidarität mit Janine Wissler

Die anonymen Morddrohungen gegen Janine Wissler, der Fraktionsvorsit­zenden der LINKEN im Hessischen Landtag, macht uns betroffen. Dieser erneute Angriff auf eine gegen rassistische Politik und für Demokratie und Frieden engagierten Persönlichkeit ist ein weiteres Beispiel dafür, dass der Rechtsextremismus in unserem Land wächst.
Zunehmend wird erkennbar, dass es sich nicht um verwirrte Einzeltäter handelt, sondern diese Kräfte in der Gesellschaft und auch in den öffentlichen Ämtern verwurzelt sind.
Deshalb kann es nicht nur darum gehen, Einzeltäter ausfindig zu machen.
Für uns heißt Solidarität mit Janine Wissler, die Nazistrukturen endgültig zu über­winden.
Dazu rufen wir alle Verantwortlichen wie auch unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf.

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Presseinformation (17.7.2020)

Über 400 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner haben eine Initiative der Friedens- und Zukunftswerkstatt in Frankfurt fordern Solidarität mit Janine Wissler sowie mit anderen von anonymen Mord­drohun­gen betroffenen Frauen wie die Anwältin Seda Başay-Yıldız, die Kabarettistin Idil Baydar, die Abgeordneten Martina Renner, Anne Helm und weiteren bedrohten Frauen.

Für die Unterstützerinnen und Unterstützer der Initiative ist dieser erneute Angriff auf Persönlichkeiten, die sich gegen rassistische Politik und für Demokratie und Frieden engagieren ein weiteres Beispiel dafür, dass der Rechtsextremismus in unserem Land wächst.

Zunehmend werde erkennbar, dass es sich nicht um verwirrte Einzeltäter handele, sondern diese Kräfte in der Gesellschaft und auch in den öffentlichen Ämtern verwurzelt sind.

„Deshalb kann es nicht nur darum gehen, Einzeltäter ausfindig zu machen. Für uns heißt Solidarität mit Janine Wissler, die Nazistrukturen endgültig zu über­winden. Dazu rufen wir alle Verantwortlichen wie auch unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf“, schreiben die Initiatoren und werben um weitere Unterstützung.

 

 

Aufruf aus der Friedensbewegung an die Partei DIE LINKE

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zitiert aus einem Interview des Deutschlandfunks den CO-Fraktionsvorsitzenden der Partei DIE LINKE im Deutschen Bundestag, Dietmar Bartsch. Seine Äußerungen zur Außenpolitik bereiten uns – Menschen aus der deutschen Friedensbewegung – große Sorgen um die letzte im Parlament vertretene Partei mit friedenspolitisch konsequenter Programmatik.

hier unterschreiben: Web-Link.jpg www.frieden-links.de
 

 

 

 

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