Inhaltsverzeichnis   Druckansicht  

Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V.

Startseite > Aktivitäten > Aktionen > Demo gegen Defender 2020 am 1.2.2020

Demonstration und Kundgebung gegen das Großmanöver Defender 2020 am 1.2.2020
in Wiesbaden vor dem Headquarter der US Army Europe

Foto: Demonstration und Kundgebung gegen Defender 2020 vor dem Haupteingang des Headquarter der US Army in Wiesbaden-Erbenheim am 1.2.2020 (Fotos: K. Peil)

Etwa Hundert Friedensbewegte demonstrierten am 1.2.2020 trotz Regenwetter vor den Toren und Umzäunungen der US Army in Weisbaden-Erbenheim gegen das Militärmanöver Defender 2020. Der Standort ist auch Sitz des Europäischen Hauptquartiers der US Army, weshalb diesem eine zentrale Rolle bei Vorbereitung und Durchführung des Großmanövers zukommt.
Jan Schalauske verwies bei der Auftaktkundgebung als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Hessischen Landtag auf die Geschichtsvergessenheit der NATO, die darin besteht, in zeitlicher Nähe zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus dieses Großmanöver zu veranstalten und damit den Frieden in Europa zu gefährden. Seine Fraktion im Landtag hat sich deshalb bereits Ende Oktober letzten Jahres per Kleiner Anfrage um entsprechende Informationen zu Art und Umfang der regionalen Aktivitäten und entstehender Belastungen bemüht.
(PDF-Logo.jpgHier der Link zur Antwort der Landesregierung)

Karl-Heinz Peil von der Friedens- und Zukunftswwerkstatt zitierte bei der Abschlusskundgebung das vor einigen Tagen veröffentlichte Infopaket der Bundeswehr zum Großmanöver Defender 2020, in dem nebulös von "Bedrohungslagen" gesprochen wird, ohne explizit die Stoßrichtung gegen Russland zu benennen. Dem hielt er die realen Menschheitsbedrohungen gegenüber:
Zum einen die Atomkriegsgefahr, die von US-Atomwissenschaftlern mit der Doomsday Clock erst vor wenigen Tagen auf 100 Sekunden vorgerückt wurde. Defender 2020 provoziere damit Situationen wie in den Zeiten des Kalten Krieges, wo mehrmals die Situation eines Atomkrieges aus Versehen - auch in Verbindung mit Großmanövern - gegeben war.
Zum anderen der Bedrohung durch den Klimawandel, der nur mit internationaler Kooperation statt Konfrontation entgegen getreten werden könne. Auch regional kommt dabei dem Großmanöver 2020 eine Bedeutung zu: Während in Deutschland die überfällige Debatte zu Umwelt- und Klimaschutz im Verkehrswesen zunimmt, auch um den Verkehrsinfarkt auf den Straßen entgegen zu treten, wird mit dem Großmanöver genau diese überlastete Infrastruktur einem "Stresstest" unterzogen.

Achim Kessler verwies als Hessischer Bundestagsabgeordneter darauf, dass die Fraktion DIE LINKE sich im Bundestag klar gegen den Konfrontationskurs der Bundesregierung gegenüber Russland positioniert hat. Er selbst sei als Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages permanent damit konfrontiert, dass für notwendige gesundheitliche Maßnahmen angeblich kein Geld vorhanden sein. Das Geld sei aber vorhanden und würde nur im sogenannten Verteidigungshaushalt verpulvert.

 PDF-Logo.jpg Pressemitteilung vom 29.1.2020


Ordner.jpg Übersicht aktueller Termine

Ordner.jpg aktuelle Materialien

Folien und Fact Sheet für die Kampagne Abrüsten statt aufrüsten

Hiroshima und Nagasaki-Gedenktag am 9.8.2019

Bericht in der Stadtausgabe der FR vom 10.8.2019:

Ordner.jpgText der Rede von Prof. Dr. Ulrich Gottstein

Screenshot aus der HR Hessenschau vom 9.8.2019:

 

Antikriegstagsdemo am 1.9.2019 in Frankfurt

 Foto: K. Peil

PDF-Logo.jpg Bericht in der FR vom 2.9.2019

Web-Link.jpgBericht in der Hessenschau Web-Link.jpg Foto-Sammlung

Seitenanfang